...immer eine Reise wert! Demzufolge verbrachten wir auch dieses Jahr wieder einen Teil unseres Urlaubs auf dem tollen autofreien Eiland.
Unsere Ferienwohnung "Hafenblick" war unweit der "Blauen Scheune" gelegen.
Es gelang uns in diesem Urlaub endlich das Haus auch von innen zu besichtigen, allerdings ist das fotografieren verboten und die Frau des letzten Besitzers, des Malers Fink Günter, war ohnhin schon recht grimmig zu uns, da wir sie fragten, von wem das Haus "bewohnt" wird. Sie war irgendwie darüber erbost, dass wir es ihr nicht angesehen haben, wer sie ist. Das passte gut zu den ausgestellten Bildern, sie waren alle sehr dunkel gehalten und vermittelten nach meinem Empfinden eine sehr düstere Atmosphäre. Trotzdem ist der Innenraum sehenswert und da kein Eintritt erhoben wird, kann man sich mal die Zeit nehmen.
Zwar gibt es auf der Insel noch andere Buchhandlungen, doch die "Koralle" in Vitte ist eine Institution und hat ein sehr ansprechendes Angebot. Ich fand da meine diesjährige Urlaubslektüre: Robert Schumann Biografie von Martin Demmler (ISBN-13: 978-3-379-00869-3).
Auf dem Weg zum Strand kamen wir täglich an dieser alten Mühle vorbei.
Bis zum Ende des zweiten Weltkrieges war diese 1907 hier aufgestellte Mühle, die vorher bei Demmin stand, in Betrieb. 1962 wurde sie denk- malgerecht rekonstruiert und zu einem Feriendomizil für eine kinderreiche Famile umgebaut. Als Ferienunterkunft wird sie heute offensichtlich immer noch genutzt.
Am ersten Abend zeigte sich das Meer recht ruhig. Das machte natürlich Lust am nächsten Tag baden zu gehen.
Am Häuschen der DLRG-Rettungsschwimmer in Vitte war täglich ein schöner Spruch zu lesen. Es war für viele Badelustige und Spaziergänger zu einer selbstauferlegten "Pflicht" geworden nachzuschauen, was denn heute dran steht. Ich fand diesen Spruch sehr witzig und da meine Frau den Inhalt nachhaltig bestätigte habe ich ihn fotografiert.
Mit dieser Erkenntnis lasse ich Euch für ein paar Tage allein, denn es gibt nach dem Urlaub allerhand auf dem Grundstück zu tun und am Freitag wird außerdem wieder einmal Brot gebacken!
Che Guevara, neben Fidel Castro eine Hauptfigur in der kubanischen Revolution, hatte Evita nie in seinem Leben persönlich getroffen.
Mit einem "Kunstgriff" bedienen sich Loyd Webber und Tim Rice aber dieser Figur als Erzähler. Che sitzt im Kino und erfährt dort vom Tode Evitas.
Bühnenbild, Musik und künstlerische Umsetzung sind erstklassig.
Mit Worten vermag ich nicht zu beschreiben, wie toll die Aufführung war und welch hohe künstlerische Leistung von den Akteuren dargeboten wurde. Das war dem Hause Semperoper überaus angemessen. Einfach empfehlenswert!!!
Hier noch etwas zur Semperoper: Mit dem dritten Wiederaufbau bekam die Oper auch einen Anabu, in dem sich Garderoben und andere technische Räume befinden.
Die Fassade ist modern und nicht besonders aufregend, allerdings haben die Architekten an den Ecken diese Fresken vorgesehen. Während drei davon aussehen wie diese, hat die vierte ein Detail, das erst bei genauerem Hinsehen auffällt.
Diese Ecke des Gebäudes ist der ehemaligen SED-Bezirksleitung, dem heutigen Sächsischen Landtag, zugewandt. Böse Geister meinen, die Künstler wollten mit der ausgestreckten Zunge den Herrschenden eine Botschaft senden!
...wurde nur 33 Jahre und starb am 26. Juli 1952. Ihr Leben war trotz dieser kurzen Zeit sehr bewegt und widersprüchlich. Sie hatte es dabei geschafft vom argentinischen Volk, insbesondere durch ihre wohltätigen Aktivitäten, auch heute als eine der größten Wohltäter der Nation angesehen zu werden. Also genügend Stoff, der auch künstlerisch bearbeitet werden kann.
Am 21. Juni 1978 wurde das Musical Evita [Andrew Lloyd Webber (Musik) und Tim Rice (Libretto)] in London uraufgeführt, erhielt viele Preise und feierte seitdem weltweit große Erfolge.
Noch bis zum 25. Juli gastiert das Original aus dem Londoner West End mit einer gefeierten Starbesetzung mit dem englischsprachigen Original in der Semperoper.
Zu einem Besuch in der Semperoper gehört natürlich auch ein feiner Zwirn, für mich sonst überhaupt der Rede nicht wert, aber bei über 36 Grad Celsius war das allerdings schon eine Herausforderung. Warum dürfen Frauen bei einem solchen Anlaß eigentlich schulterfreie Kleider tragen und es gilt als elegant, bei uns verlangt man ein langärmeliges Hemd?
Trotzdem, die Vorstellung war wunderbar und entschädigte allemal das "leichte" Schwitzen die wenigen Meter vom Parkhaus zur Oper.
Auf dem Weg vom Parkhaus ist soviel Historie im Blick, dass ich gar nicht weiß, an welcher Stelle ich mit der Erklärug beginnen soll. Im Vordergrund sieht man die 1751 von Gaetano Chiaveri erbaute katholische Schlosskirche, links vorn einen Teil des Italienischen Dörfchens, links hinten die Kuppel der Kunstakademie (erbaut 1887-1894) und die der Frauenkirche (1726 bis 1743, Wiederaufbau:1994 -2005) und rechts den Hausmannsturm (erbaut 1674 bis 1676) und einen Teil des Schlosses.
Im Erdgeschoss dieses Teils des Dresdener Schlosses ist das historische Grüne Gewölbe untergebracht.
Gegenüber des bisher gezeigten Ensembles befindet sie sich nun, die - von einigen Zeitgenossen aus dem Westen aufgrund der Werbung einer bekannten Biermarke als vermeintliche "Brauerei" erkannte - Semperoper.
Im Vordergrund steht das 1889 errichtete Denkmal für König Johann, den Bauherren der Semperoper. Der erste Bau wurde 1838 bis 1841 als Rundbau errichtet und fiel im 21. September 1869 einem Brand zum Opfer. Die "zweite" Semperoper wurde in den Jahren 1871 bis 1878 aufgebaut und in der Bombennacht am 13. Februar 1945 wieder zertört.
Am 24. Juni 1977 begann der dritte Wiederaufbau. Zum 40-zigsten Jahrestag der Zerstörung Dresdens, am 13. Februar 1985, wurde die Semperoper mit Carl Maria von Webers Oper „Der Freischütz“ wiedereröffnet – es war die Oper, mit der das Opernhaus am 31. August 1944 kriegsbedingt geschlossen worden war.
So wie hier bei den Decken im Haupfoyer wurde, bis auf moderne Anpassungen für den zeitgemäßen Theaterbetrieb, nach Sempers Plänen gearbeitet.
Von der Theaterterrasse hat man einen schönen Blick auf die Elbe. Im Hintergrund die Staatskanzlei und das Finanzministerium. Im Vordergrund wieder ein Teil des Italienischen Dörchens und das dazugehörige Basteischlösschen.
Bereits im Foyer und den Gängen wird man durch die Architektur und Raumkunst auf den Kunstgenuss eingestellt.
Den Kronleuchter und die Deckenbemalung im Theaterinnenraum bewundere ich immer wieder aufs Neue. Auch die Gestaltung der Uhr und des Frieses über der Bühne sind wahre Meisterwerke.
Nun ist es bald soweit, die Reihen füllen sich, denn die Oper ist ausverkauft. Der Vorhang kündet von einer großen Vorstellung.
...das Musical gastiert seit dem 07. Juli in der Dresdener Semperoper. Ich habe bereits vor Wochen dafür Karten ergattert und am WE ist es endlich soweit! Die Kritiken für die Londoner Truppe (http://www.evita-musical.com/) lesen sich prächtig, es wird gewiss wieder ein kultureller Höhepunkt.
Ich wünsche ein schönes Wochenende Euer Brotbaecker
...und MTS sind, ich denke, das kann man beim vierten Auftritt schon sagen, mittlerweile eine schöne Tradition.
Die Männer um Thomas Schmitt meinten zwar in einem ihrer Lieder "Irgendetwas fehlt ja immer..." - doch am gestrigen Abend hatten wir wirklich alles beisamen. Schmackhaftes Essen, ordentlich zu trinken und Musikanten, die trotz Hitze einen wunderschönen Abend gestalteten.
Wortgewandt und unter Einsatz sehr ernster Minen wurde erklärt, was "Echte Männer" sind. Während es üblicherweise bei den heutigen Comedians darum geht, das jeweils andere Geschlecht "unter die Lupe" zu nehmen, hat "MTS" die eigene Spezies im Blick. So heißt es in den ersten Textzeilen:
"Die Warmduscher sind weg vom Fenster und die Frauenversteher
und Teletubby-Zurückwinker. Wir halten uns eher
wieder an die Werte, die uns Männern bessser steh´n,
als im Sitzen pinkeln und mit in den Kreißsaal geh´n. ..."
(Text: Thomas Schmitt, Musik: Herbert Treichel)
Michael Schafmeiers Stimme war zwar leicht erkältet, doch sein Hit - noch aus Silly-Zeiten "Ich bin der letzte Kunde..." musste gesungen werden.
Während Thomas Schmitt mit Wortwitz durch das Programm führt und die meisten Lieder singt, geben Michael Schafmeier und Herbert Treichel der ganzen Sache durch ihre absolut trockenen Kommentare, wie Pfeffer und Salz, die gewisse Würze.
Herzlichen Dank an die Gruppe MTS und das Team des "Alten Konsum" für den sehr schönen Abend. An die gesundheitlich angeschlagenen Musikanten alles Gute und schnelle Genesung.
Bevor wir uns von der Gruppe "MTS" mitreißen lassen, wird natürlich nachgeschaut, wie sich die deutschen Fußballer bei der WM schlagen. Auch wenn ich persönlich den Hype bestimmter Leute, z.B. solcher, die zwar nie zur Wahl gehen, aber nun den deutschen Patrioten hervorkehren, nicht teile, wird der Fortgang der Qualifikation natürlich auch von mir beobachtet.
In diesem Sinne wollen wir hoffen, dass der Bessere gewinnt. Und wenn es Deutschland ist, freuen wir uns natürlich.
...lebte einige Jahre in Hoyerswerda und legte hier sein Abitur ab.
Sein Vater war Postbeamter, kam nach Hoyerswerda und so wohnte die Familie im Gebäude der heute leider geschlossenen Post in der Altstadt von Hoyerswerda.
Am 22. Juni wäre Konrad Zuse 100 Jahre alt georden. Diesem Anlaß gewidmet gab es in der vergangenen Woche viele Aktivitäten in der Stadt.
Unter anderem auch diese Sonderöffnung.
Nach vielen Jahren betrete ich wieder die altehrwürdigen Amtsräume. Hier die Zwischentür vor dem Schalterraum.
Im Schalterraum ist am Sonderstand, an dem Ersttagsbriefe mit Sonderstempel verkauft werden, sehr reger Betrieb.
Das war früher der Paketschalter.
Wer seine Post "postlagernd" erhielt, hatte hier ein Schließfach.
Diese Ersttagsbriefe mit speziellem Sonderstempel fanden reißenden Absatz.
Mit seiner Entwicklung der Z3 im Jahre 1941 baute Konrad Zuse den ersten vollautomatischen, programmgesteuerten und frei programmierten, in binärerGleitpunktrechnung arbeitenden Computer der Welt. Der Erfinder war nicht nur Erfinder sondern auch Unternehmer und Maler. Er ist Ehrenbürger der Stadt Hoyerswerda und hat sie letztmalig, kurz vor seinem Tode im Jahre 1995 besucht.
Eine schöne, nach meinem Geschmack deutlich zu warme Restwoche, wünscht
Neben eingelgten Rippchen kamen, der Gesundheit wegen, auch Gemüsespieße auf den Rost. In Kombination war beides sehr lecker. Das Gemüse habe ich, etwa eine halbe Stunde vor dem Grillen, in eine Honig/Olivenölmarinade mit frischen Kräutern, Chili, Balsamikoessig und etwas Sojasoße eingelegt.
Zwei Persönlichkeiten, die ein überaus aufregendes Leben hatten und die einen beträchtlichen Beitrag dafür leisteten, wie wir heute unsere Welt sehen. Um auch nur die wesentlichen Stationen ihres Lebens und die dazugehörigen Inhalte darzustellen, müsste man einen eigenen Blog machen. Deshalb will ich nur fragmenatarisch und episodenhaft über den 17-ten Hochzeitszug zu Ehren dieser beiden in Wittenberg berichten.
Das Wetter meinte es nicht besonders gut mit uns, als wir in Wittenberg eintrafen. Auf dem Weg zur Lutherkirche kamen uns bereits die ersten kostümierten Teilnehmer des Hochzeitszuges entgegen.
Die Stadt und die Menschen haben sich wunderbar herausgeputzt und auch die kleinen Erdenbürger fehlten nicht.
Bei so viel Volk in der Stadt gibt es natürlich auch Bedürfnisse und auch da hat man sich etwas einfallen lassen.
Um es bereits an dieser Stelle zu sagen, abgesehen von den hohen Eintrittspreisen und Mehrfachgebühren (z.B. wurde hier ein extra Obulus fällig, obwohl man schon 8,-€ für die Eintrittsplakette bezahlt hat!) war die Organisation des Festes beeindruckend. Ein Besuch ist, wenn man es sich leisten kann (die Euros rinnen sehr schnell durch die Finger), empfehlenswert.
Für das leibliche Wohl wurde an vielen Ständen bestens gesorgt.
Mobile Backöfen gab es etliche und auch die Backwaren waren vielfältig, habe ich aber aufgrund der vielen Motive versäumt zu fotografieren.
Neben allerlei fürstlichen Herrschaften, gewöhnlichem Volk vom Lande, wie wir es waren, waren natürlich auch die dem sonst Geistlichem zugewandten anwesend.
Diese Matrone hat mich durch ihre Freundlichkeit begeistert.
Der bereits zum 17-ten Mal stattfindende Umzug der Hochzeitsgesellschaft "Luthers Hochzeit" begann pünktlich um 14.00 Uhr. Hier Lucas Cranach d.Ä. mit weiblicher Begleitung.
Die Schar der Hochzeitsgäste war sehr umfangreich und es fiel mir (aufgrund gefährlichen geschichtlichen Halbwissens) zugegebenermaßen schwer, sie im Einzelnen zu indentifizieren.
Meinen Haus- und Hoflieferanten wusste ich natürlich genau einzuordnen. Dass dieses edle Getränk der Hochzeitsgesellschaft und schon dem alten Schweden schmeckte, verwundert mich nicht, schließlich trinke ich es ja auch ausgesprochen gern!
Diese üblen Burschen waren wohl bei der ursprünglichen Hochzeitsgesellschaft nicht dabei, haben sich aber über die Jahrhunderte eingeschmuggelt.
Das lustige Volk wird wohl aber schon dabei gewesen sein.
Und diese Frommen ganz gewiss.
Und die beiden waren ja die Hauptdarsteller - Lutter hatte für seine Gute mehrere Namen, oft sagte er Käthe, aber manchmal nannte er sie auch augenzwinkernd liebvoll "Kette". Während die Hochzeit zunächst allerlei in den gesellschaftlichen Umständen begründete Ursachen hatte, entwickelte sich über die Jahre eine tiefe Zuneigung zwischen beiden. Beide hatten gemeinsam sechs Kinder. Heute gibt es keine direkten Nachkommen Luthers mehr, mit Martin Gottlob Luther starb 1759 der letzte männliche Nachkomme.
Die ca. 2.800 heute noch lebenden Luthers sind Nachkommen von den Geschwistern des Reformators.